Bei der Deutschen Stiftung Edelsteinforschung (DSEF) gingen in den letzten Wochen vermehrt Fragen nach den Gründen ein, warum sich das äußere Erscheinungsbild von Edelsteinen, angeblich nach dem Händewaschen, verändert hat. Die Häufung dieser Beobachtung gerade in Zeiten von Corona veranlasst die DSEF zur folgenden Information.

Zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Corona Virus gilt die Handhygiene mit zu den wichtigsten Maßnahmen. Deshalb stehen überall am Arbeitsplatz, im Supermarkt, in Museen, Restaurants etc. Desinfektionsmittel zur Verfügung. Hierbei handelt es sich meist um relativ hochprozentige Ethanol- oder Propanol-basierte Alkohol-Wassergemische, die oft auch Rückfetter, Parfüm und Farbstoffe enthalten. Dabei wird zur Gewährleistung einer sicheren Wirkung empfohlen die gesamte Oberfläche der Hand ausreichend zu benetzen und das Mittel mindestens 30 Sekunden einwirken zulassen.

Verschiedene Edelsteine vertragen diese mehrmals täglich wiederholten Maßnahmen allerdings nicht. Deshalb ist zu empfehlen Arm-, Hand- und Fingerschmuck vor der Desinfektion mit alkoholhaltigen Mitteln abzulegen.

Besonders gefährdet sind dabei organische Substanzen und biogene Minerale wie z.B. Bernstein, Elfenbein, Perlen und Korallen. Weiterhin zählen poröse und rissige Steine dazu sowie Exemplare, die mit organischen Füllmaterialien (Öl, Harz, Wachs) behandelt wurden, wie z.B. Jade, Türkis, Lapis lazuli, Opal und Smaragd. Auch bei gefärbten Materialien ist Vorsicht geboten. Edelsteine wie etwa Diamanten, Rubine, Saphire, Aquamarine, Tansanite, Granate, Topase, Citrine und Amethyste oder Chrysoberylle sind dagegen kaum anfällig gegenüber Desinfektionsmittel. Bei behandelten Cabochonqualitäten kann es allerdings wieder problematisch werden.

Also am besten den Schmuck ablegen und erst dann desinfizieren.

Der Bundesverband Schmuck, Uhren, Silberwaren und verwandte Industrien leitet diese Information der DSEF hiermit gerne weiter.