Im Frühjahr 2021 haben sich verschiedene Teilnehmer aus den Fachgruppen „Schmuck“ und „Trauringe“ des Bundesverband Schmuck, Uhren, Silberwaren und verwandte Industrien e.V. (BVSU) zusammengefunden um gemeinsam mit dem Schmucktechnologischen Institut der Hochschule Pforzheim (STI) sowie dem TÜV Rheinland eine Versuchsreihe zu verschiedenen alternativen Beschichtungen im Vergleich zu einer 100% Rhodium Beschichtung bei Schmuckstücken zu realisieren.

Die Untersuchungen wurden durchgeführt mit Schmuckstücken aus den Produktionen der teilnehmenden Unternehmen, die unter Einsatz diverser galvanischer Anlagen und Badzusammensetzungen teilweise Rhodium-beschichtet, teilweise mit platinhaltigen Deckschichten versehen wurden. Ziel der Untersuchung war eine vergleichende Betrachtung der Schmuckstücke mit konventionellen Rhodiumschichten gegenüber den Schmuckstücken mit platinhaltigen Deckschichten in Bezug auf Abriebverhalten und Korrosionsbeständigkeit. Die Untersuchung bestand aus einer Abfolge von vier Beanspruchungen, von korrosiver Natur bis hin zu mechanischen Abriebtests.

Am Mittwoch, den 07. Juli 2021 trafen sich die Teilnehmer des Projekts in den Räumlichkeiten der BVSU-Servicegesellschaft Deutschen Schmuck und Uhren GmbH im Industriehaus in Pforzheim.

Projektgruppenleiter Udo Beck (Carl Dillenius Bijouterie GmbH) dankte allen teilnehmenden Unternehmen, dem Verband, der Hochschule Pforzheim und dem TÜV Rheinland für ihr Engagement. Er äußerte große Freude darüber, dass sich Unternehmen des Verbandes in einer so wichtigen Fragestellung zusammentun. Dies sei bemerkenswert und zukunftsweisend.

Herr Prof. Carlo Burkhardt erläuterte für das STI die Prüfreihe und die Ergebnisse, gab Einblicke in derzeitige Projekte an der Hochschule und lud alle Projektteilnehmer ein, neuere Entwicklungen wie Metalldruck und Präzisionstechnik zu besichtigen.

Die insgesamt sehr positiven Ergebnisse des Projekts stehen als Dokumentation allen teilnehmenden Unternehmen zur Verfügung, die sich die Finanzierung der Testreihe gemeinsam geteilt hatten.