Der Bundesverband Schmuck und Uhren reflektiert auf seiner ordentlichen Mitgliederversammlung das Jahr 2019. Der Fokus des öffentlichen Teils lag auf dem Thema kartellrechtliche Compliance in der Luxusgüterindustrie.

Pforzheim, 05.02.2020. Die Mitgliederversammlung des Bundesverband Schmuck, Uhren, Silberwaren und verwandte Industrien e.V. (BVSU) konnte heute ein erfolgreiches Jahr 2019 Revue passieren lassen.

BVSU Präsident Uwe Staib begrüßte rund 60 Mitglieder des BV Schmuck und Uhren im Panoramasaal des Sparkassenturms. BVSU Hauptgeschäftsführer Dr. Guido Grohmann berichtete den Teilnehmern über die vielfältigen Verbandsaktivitäten im abgelaufenen Jahr 2019. Neben der Reflektion interner Aufgaben, wie der Neustrukturierung des Personals, der Information und Beratung von Mitgliedern sowie der Aufgaben im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes ging Grohmann insbesondere auf die zurückliegenden Fachmessen des Jahres 2019 sowie die wirtschaftspolitische Arbeit des Verbandes ein.

In Bezug auf die Branchenmessen des Jahres 2019 hob er insbesondere die Inhorgenta im Februar, die Baselworld Ende März, sowie die im März, Juni und September stattfindenden Messen in Hong Kong hervor. Nach überstandenem Taifun im September 2018 und den Auswirkungen der Protestbewegungen in Hong Kong im vergangenen Juni und September, steht nun mit dem Corona-Virus ein ganz aktuelles Problem auf der Tagesordnung. In Bezug auf die Baselworld erwähnte Grohmann lobend das Engagement des Messedirektors und seines Teams um die Wiederbelebung der vormals größten Messe der Branche, er mahnte aber auch die Schweizer Industrie, in deren alleinigen Händen die Entscheidung liege, ob die Schweiz in Zukunft noch eine Leitmesse im eigenen Land hat oder nicht.

Die Interessenvertretung seiner Mitglieder durch den Verband wurde aus nationaler und internationaler Sicht dargestellt. So war der BVSU zu Beginn des Jahres 2019 als einer der ersten Nationenverbände offizielles Mitglied des Responsible Jewellery Council geworden, um seine Mitglieder bei der Zertifizierung und dem dazugehörigen Prozess noch besser unterstützen zu können. Auf nationaler Ebene war man – auch durch die Mitgliedschaft des BVSU im Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) – mit vielfältigen Themen beschäftigt.

Ein besonderer Fokus galt den Bemühungen des Verbandes, auch auf rechtlicher Ebene eine klare Abgrenzung von Diamanten und künstlichen Reproduktionen, so genannten synthetischen oder künstlichen Diamanten, zu schaffen. Es geht dabei insbesondere um die Verpflichtung aller Marktteilnehmer zu einer korrekten Benennung der Produkte um eine Täuschung von Kunden zu vermeiden, im geschäftlichen Umfeld genauso wie beim Juwelier an der Ladentheke.

Über das Geschäftsjahr der BVSU-eigenen Tochter- und Servicegesellschaft Deutsche Schmuck und Uhren GmbH berichtete Geschäftsführerin Christine Köhle-Wichmann. Sie reflektierte ebenfalls den im vergangenen Oktober erfolgreich in Pforzheim durchgeführten Juwelierkongress 2019. Frau Karina Ratzlaff berichtete für die Vereinigung der Bundesverbände des deutschen Schmuck- und Silberwarengewerbes über die Aktivitäten des Weltschmuckverbandes CIBJO.

Zum öffentlichen Teil der Mitgliederversammlung waren am späteren Nachmittag neben der Presse auch weitere Vertreter aus der Wirtschaft und Politik geladen. Der BVSU präsentierte den Zuhörern mit Dr. Axel Kallmayer einen der bekanntesten Kartellanwälte Deutschlands. Kallmayer verstand es, seinen komplex klingenden Vortragsnamen “Kartellrechtliche Compliance in der Luxusgüterindustrie” kurzweilig und mit praktischen Beispielen so zu unterfüttern, dass er die Zuhörer in seinen Bann zog. Die Erkenntnisse aus dem Vortrag waren einer von vielen Diskussionspunkten beim anschließenden Get-Together der deutschen Schmuck- und Uhrenindustrie.

Bundesverband Schmuck und Uhren, Silberwaren und verwandte Industrien e.V.
05. Februar 2020

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