Am 6. und 7. Oktober nahm der Bunderverband Bundesverband Schmuck, Uhren, Silberwaren und verwandte Industrien e. V. mit einer Delegation an den Treffen der europäischen Uhrenverbände EuroTempus und C.P.H.E. teil.

EuroTempus, die Uhren-Föderation der EU, wurde 2009 geschaffen, um die Klein- und Großuhrenindustrie zu fördern, speziell bei den EU-Behörden. Gegenwärtig gruppiert sie Hersteller- und Einzelhandelsverbände aus Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien. Themen des Treffens am 6. Oktober in den Räumlichkeiten von EuroTempus in Paris waren die verschiedenen Ansätze zu Ursprungsregeln und Kennzeichnungen in den produzierenden Ländern in der EU, der Schweiz, aber auch den USA und Hong Kong. Die deutsche Delegation mit BVSU Präsident Uwe Staib, Hauptgeschäftsführerin Ina Zeiher-Zimmermann und Leiter der Fachgruppe Uhren Dr. Guido Grohmann konnte in diesem Zusammenhang die Qualitätsinitiative „Made in Germany“ der Fachgruppe Uhren des Bundesverbandes vorstellen. Die Präsentation ist insbesondere von den Vertretern des Einzelhandels sehr positiv bewertet worden. Weitere Themen de Treffens waren die Außendarstellung des Europäischen Verbandes, Entwicklungen in Bezug auf REACH, die Diskussion der allgemeinen Marktentwicklung in der Uhrenindustrie sowie die Initiative eines Treffens mit Vertretern im europäischen Parlament.

Am Folgetag traf das ständige Europäische Uhrenkomitee (C.P.H.E.) zusammen, ein Verbund von Herstellern im Bereich Klein- und Großuhren aus der Europäischen Union und der Schweiz. Eines der Hauptthemen war der Gedankenaustausch über die wirtschaftliche Lage in de einzelnen Märkten, insbesondere vor dem Hintergrund der stärker werdenden Connected Watches (Smart Watches) und dem Einfluss der digitalen Wirtschaft auf die traditionellen Vertriebsformen der Branche. Der Schweizer Uhrenverband FH berichtete über die letzten Anpassungen der neuen Verordnung zum Thema „Swiss Made“, die am 1. Januar 2017 in Kraft tritt. Auch Entwicklungen beim Einsatz chemischer Substanzen bei der Uhrenproduktion sowie Auswirkungen des Brexit auf die Branche gehörten zu den diskutierten Themen.