Trendberichte

Trendberichte Schmuck und Uhren für das Jahr 2019

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Back to the Nineties: Die wichtigsten Trends für das Schmuckjahr 2019

Musikalisch und modisch ist das 1990er Revival kaum noch zu übersehen. Auch die neuen Schmucktrends orientieren sich am Comeback und zeigen sich in zeitgemäßen Interpretationen. Choker, Kugel- und Kreisformen sowie Kettenkaskaden und Layering Looks bestimmen das Bild. Münzen und Muscheln werden als Talismane getragen. Ultralange XXL-Ohrhänger und große Creolen – sowohl im Paar als auch im kreativen Mix oder als markante Solisten – setzen ein Statement am Ohr. Die Designsprache ist geometrisch klar und wird durch weiche, fließende Formen ergänzt. Tropfen und Blätter schaffen die Verbindung zu figürlichen und von der Natur inspirierten Designs.

Purismus mit gewissem Etwas: Klare Formen mit Eyecatcher-Elementen

Schnörkelloser, puristischer Schmuck gewinnt an Bedeutung. XL-Stücke – vor allem am Ohr – bestehen neben zarten Ketten und feinen Ringen, die bevorzugt mehrreihig auftreten. Insgesamt werden die Schmuckstücke wieder etwas massiver und rücken dadurch stärker in den Vordergrund. Anhänger mit Talismancharakter werden im Mix getragen, weiche Rundungen und fließende Übergänge nehmen geometrischen Formen die Strenge. Diamanten, Farbsteine und Perlen sorgen für Auflockerung und lenken den Blick.

1. Eine runde Sache: Kreise und Kugeln

In diesem Jahr wird die geometrische Zweidimensionalität zugunsten der Kugel aufgehoben. Die Dominanz der Kreise macht Erbsketten und Kugelanhängern Platz. Schmale Armreifen und Ringe zeigen sich als Aneinanderreihung kleiner Kügelchen. Top: die Kombination mehrerer Kugelringe in unterschiedlichen Edelmetallfarben – Silber, Gelb- und Roségold – und die Ergänzung mit schlichten, glatten Modellen. Kleine Brillanten und Edelsteine setzen leuchtende Akzente. Wer den Kugellook konsequent vollenden möchte, wählt Designs mit Cabochons oder Perlen.

2. Modern und leger: Perlen in lässigen Designs

Sie haben schon lange ihr staubiges Image abgelegt und zeigen sich frisch und modern: Perlen sind aus der Schmuckgarderobe nicht mehr wegzudenken und gehören als schlichte Basics und Klassiker in jedes Schmuckkästchen. Fashionistas wählen extravagante Stücke, die in Erinnerung bleiben. Lässige, puristische Designs mit aufgelockerten und pointiert gesetzten Perlen spiegeln den Grafiktrend wider. Für opulente und einzigartige Looks stehen Barockperlen hoch im Kurs. Ihre individuelle Form macht aus jedem Schmuckstück ein Unikat und zelebriert den Zauber der Natur.

3. Angesagte Talismane: Münzen und Muscheln

Sie scheinen Erinnerungsstücke aus dem Urlaub zu sein, Fundstücke vom Strand oder von der Abenteuerreise in ferne Gefilde: Muscheln und antik wirkende Münzanhänger sehen nicht nur zu Ethnolooks toll aus, sondern stehen zugleich für Sehnsüchte und entführen in fremde Kulturen. Als stärkste Vertreter des Reisethemas, das 2019 auch in anderen Motiven Ausdruck findet, passen sie hervorragend zum Layering Trend und versprühen kosmopolitische Leichtigkeit. Die Münz-Talismane sind sowohl im Trend- als auch Echtschmuckbereich zu finden und schimmern in klassischem Gelbgold am schönsten.

4. Gekonntes Layering: Kettenkaskaden und mehrreihige Schmuckstücke

Mehr, mehr, mehr! Modebewusste Frauen tragen Ketten, Ringe und Armschmuck im Lagenlook. Material- und Stilmixe sind dabei gewollt und ergeben spannende Bilder. Perfekt gestylt ist man mit einer Kombination aus Silber und Gold. Beim Halsschmuck treffen nicht mehr nur feine Ketten aufeinander, sondern es dürfen auch schwere Gliederketten und Reife die Kettenkaskade unterbrechen. Bei den Ringen wird der Schmuckträgerin von den Herstellern vielfach der Layering Look erleichtert: Schmale Stege auf der Handinnenseite halten das – oft dreiteilige – Ensemble zusammen. Wer selbst kreativ sein möchte, greift zu Stapelringen oder wählt ganz frei aus der breiten Auswahl schmaler Ringe seine Kombinationspartner. Eine weitere Spielart sind Spiralen, die als Wickelschmuck Finger, Arm und sogar Ohr zieren. Mit ihnen kann auch die neue Tragevariante des Armschmucks ganz leicht umgesetzt werden: Armreife rutschen jetzt nämlich höher und werden am oberen Unter- und am Oberarm getragen.

5. Ohrschmuck in XXL: überlange Hänger und Creolen

Mut zur Größe: Ohrschmuck rückt in den Fokus und wird als ultralanger, zum Teil bis über die Schulter reichender Hänger getragen oder kommt als große Creole daher. Die aufsehenerregenden Statement Pieces müssen dabei nicht paarweise in Erscheinung treten, sondern haben auch als Solisten ihren großen Auftritt. Styleprofis setzen auf asymmetrische Paarungen und kombinieren kurz mit lang, klein mit groß, Creole mit Ohrstecker oder -hänger.

6. Um den Hals gewickelt: Choker neu interpretiert

Wer mit Chokern nur Samt- und Satinbänder in Verbindung bringt, muss für 2019 umdenken. Filigrane Ketten schmiegen sich zart um den Hals, Gliederketten und massive Reifen werden halsnah getragen. Der Chokertrend gewinnt dadurch an Leichtigkeit und verlässt die Grunge- und Gothicsparte. Jung und modern ist die Einbindung in Layeringlooks und die Verbindung mit weiteren Trendthemen wie Kreisformen und Talismananhängern.

7. Glanz und Glitzer: Diamanten in Silber und Gold

Diamanten treten in dieser Saison vor allem in kleinen Größen auf (Ausnahmen bestätigen die Regel). Sie blitzen einzeln oder im Pavé in schmalen Ringschienen und zierlichen Anhängern und fügen sich harmonisch in feine Designs. In trendigen Kugelringen betonen sie ein Element oder bringen den ganzen Reif zum Leuchten. Sie glänzen nicht nur in Platin und Gold, sondern schimmern auch verführerisch in Silber. In Antrags- und Verlobungsringen dürfen sie als Solitäre ihre ganze Größe und Pracht entfalten.

8. Go for Gold! Gelbgold pur und im Mix

Gelbgold befindet sich im Aufschwung und wird einzeln oder im Mix and Match mit Silber und Roségold getragen. Layerings laden zum Stilbruch ein und erlauben unkomplizierte Kombinationen, die mit der Uniformität der Metallfarben brechen. Puristen wählen statt der lässigen Bi- und Tricolorvarianten Gold in seiner puren, satten Farbe – am besten in hochwertigen Legierungen. Doch auch Plattierungen und Beschichtungen stehen hoch im Kurs und bringen die Goldlooks in den Modeschmuckbereich. So können sich sowohl Trendsetterinnen als auch Klassikliebhaberinnen in den unterschiedlichen Stilen wiederfinden.

9. Farbtrends 2019: Korallenrot, Orange und Gelb

Korallenrot – oder genauer: „Living Coral“ – heißt die vom US-Farbinstitut Pantone gekürte Farbe des Jahres 2019. Der sanfte Rotton mit feiner Goldnuance schmeichelt der Haut und bietet nicht nur Korallenschmuck eine neue Chance, sondern bereitet auch Edel- und Schmucksteinen aus der Farbfamilie wie Turmalin und Jaspis eine Bühne. Auch andere Rottöne aus der diesjährigen Pantone-Farbpalette beeinflussen die Kollektionen: „Fiesta“ und „Jester Red“ erweitern das Rotspektrum, „Mango Mojito“ und „Turmeric“ erinnern mit ihrem satten Orange an Mandaringranate und Feueropale, Lemoncitrin und Goldberyll finden sich im Farbton „Lemon Verbena“ wieder. Sanfte, cremige Töne strahlen Ruhe und Eleganz aus und bilden den Gegenpol zum leuchtenden Farbreigen.

10. Next generation: Charms in neuen Looks

Auf den Laufstegen sind sie zurück: Charms in großen Lettern zieren Gürtel und Taschen – und auch im Schmuck darf man hoffen, dass sie ihr Comeback schaffen. In neue Zusammenhänge gesetzt, werden sie zum spannenden Thema, das spielerische Vielfalt erlaubt. Die neuen Charms akzentuieren Ohrhänger und Ringe, werden aber auch ganz klassisch an Halsketten getragen. Die Formensprache reicht von figürlichen Motiven über geometrische, mit Symbolen versehenen Elementen bis hin zu Coins.

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Die neue Klassik: Die wichtigsten Uhrentrends für das Jahr 2019

Minimalismus, Klassik und Retro lauten die Schlagworte der Saison. Zum 100jährigen Bauhaus-Jubiläum rücken Uhrenmodelle in den Fokus, die mit ihrem Design an die modernistische Kunstschule der 1920er Jahre erinnern. Die 1950er und 60er Jahre stehen ebenfalls Pate für Uhren im Retrolook, die im Sinne des Heritage-Gedankens eine Neuauflage erfahren. Gemäßigte Durchmesser und flache Gehäuse unterstreichen diese Strömung. Damen tragen neben Unisexmodellen feminine Designs mit floralen Details. Armbänder dürfen ins Auge fallen, bei den Zifferblättern ist die Farbe Blau weiterhin aktuell, weicht aber immer mehr Petrol- und Grünnuancen bis hin zu Oliv. Smartwatches sind fester Bestandteil und zeigen sich von maskulin und sportlich bis hin zu feminin elegant.

HERRENUHREN

1. Weniger ist mehr: Minimalismus

Klassisch, schlicht und zurückhaltend ist die Uhr der Wahl. Gefragt ist ein schnörkelloses Design in der Tradition des Bauhauses, das in diesem Jahr sein 100. Jubiläum feiert und in Sondereditionen gewürdigt wird. Klare Linien und aufgeräumte, minimalistische Zifferblätter mit dezenten Indexen werden von sportlichen oder luxuriösen Details aufgelockert. Zwei- und Dreizeigermodelle zeigen sich ruhig und clean, doch auch Modelle mit Komplikationen kommen in reduzierten, übersichtlich gegliederten Ausführungen daher. Gegenpol sind Uhren mit aufwändig gestalteten Zifferblättern und dekorativen, detailreichen Skelettgehäusen, die das Innere nach Außen kehren.

2. Kleiner, flacher, dezenter: Gefällige Größen statt Ärmelstopper

Die ideale Herrenuhr schmiegt sich ans Handgelenk an: Sie ist flach und misst um die 40 Millimeter – mit Tendenz zu kleineren Durchmessern. Hohe XXL-Modelle treten zugunsten eleganter Klassiker mit angenehmem Tragekomfort in den Hintergrund. Auch sportliche Uhren nehmen sich in Größe und Umfang zurück. Die Tendenz zu anschmiegsamen und unaufdringlichen Zeitmessern ist auch an den Armbändern zu sehen: Flache Milanaisebänder, Nato- und Denim-Armbänder sind neben Leder-, Kautschuk- und Edelstahlbändern fester Bestandteil und runden das Design ab.

3. Von Blau zu Grün: Farbwechsel auf dem Zifferblatt

Schwarz und Blau bleiben, Grün gewinnt an Bedeutung: Farbige Zifferblätter verleihen coole Modernität (Schwarz), Frische (Blau) und einen Hauch Extravaganz (Grün). All-in-Black-Varianten verlieren durch blaue, rote und weiße Akzente ihre Monochromie. Dunkelblaue Zifferblätter und Armbänder erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit. Die Farbe Grün jedoch ist auf dem Vormarsch und erobert sich das Handgelenk vor allem in tannen-, moos- und olivgrünen Nuancen.

4. Vom Bauhaus bis zu den 1960ern: Uhren mit Retroflair

Klassiker werden nicht nur nachempfunden, sondern auch neu aufgelegt: Uhren mit Retrocharme erinnern an den Zeitgeist der 1950er und 1960er Jahre. Braune Armbänder, Golddetails, römische und geschwungene arabische Ziffern lassen Neuheiten wie Großvaters Erbstücke erscheinen. Nicht Vintage oder Used-Look, sondern der Heritage-Gedanke liegt den neuen Klassikern zugrunde, die nach ihren zeitgeschichtlichen Vorbildern gestaltet und technisch sowie optisch nur geringfügig modernisiert wurden. Auch das Bauhausjubiläum hinterlässt seine Spuren: Puristen können aus einer breiten Palette an minimalistischen Zeitmessern schöpfen, die den Leitspruch „Form follows function“ erfüllen.

5. Intime Einblicke: Skelettuhren und freie Rückansichten

Gegenpol zu den ruhigen, in sich geschlossenen Uhren sind Skelettuhren mit tiefen Einblicken. Kunstvoll dekorierte Zifferblätter mit zum Teil ornamentalen Cut-outs erlauben Technikfans einen Blick ins Herz der Uhr. Ob die sanfte Schwingung der Unruh oder das Ineinandergreifen kleiner Rädchen – jede Bewegung fasziniert durch Präzision und perfekte Harmonie. Für neugierige Uhrenliebhaber, die ein klares und pures Design bevorzugen, gibt es Modelle mit attraktiven Rückansichten durch Saphirglasböden.

DAMENUHREN

6. Elegantes Business: Klassische Schönheiten fürs Büro

Nicht nur Männer, sondern auch Frauen lieben den Minimalismus. Sowohl Fashionistas als auch Businessladies teilen den gleichen Uhrengeschmack und setzen auf schlichte Eleganz. Klassische, runde Zwei- und Dreizeigermodelle mit schmalen, polierten Metallgehäusen, Milanaise- oder Lederarmbändern, weißem Zifferblatt, schlanken Zeigern und dezenten Punkt- oder Stegindexen machen das Rennen. Unaufgeregt und zeitlos, kombinationsstark und traditionell, in mittlerer Unisexgröße und in neutralen Farben – so sieht die Alltagsuhr vor allem in den unteren und mittleren Preislagen aus. Klassik und Tradition gewinnen auch im höheren Preissegment, hier dürfen aber auch luxuriöse und glamouröse Details funkeln. Als Komplikation steht die Mondphasenanzeige noch immer hoch im Kurs

7. Klein, fein und golden: Feminine Designs mit schmucken Details

Neben schlichten Unisexmodellen gibt es eine breite Palette an femininen Zeitmessern, die sich durch kleine, flache Gehäuse, schmale Armbänder und verspielte Details auszeichnen. Florale Designs versprühen gute Laune und setzen zugleich charmante Farbtupfer. Gelb- und roségoldene Gehäuse und Armbänder unterstreichen den Schmuckcharakter der Uhr. Noch stärker betont wird dieser durch schimmernde Perlmuttzifferblätter, die sanfte Eleganz ausstrahlen und in Kombination mit Diamanten ein Luxusstatement abgeben.

8. Zeit-Reise: Uhren mit Retro-Anleihen

Milanaise-Armbänder, rechteckige Gehäuse und Digitaluhren, die an die 1980er-Jahre erinnern – auch die Damenwelt ist dem Retrodesign zugetan und schmückt sich mit von Klassikern inspirierten Zeitmessern. Diese werden geschickt in neue Zusammenhänge gestellt und modisch kombiniert. So werden selbst aus konservativen Designs junge und moderne Looks. Gelbgoldoptiken und kleine Größen treiben den Retrochic auf die Spitze.

9. Arm-Schmuck: Eyecatcher Uhrenarmband

Uhrenarmbänder rücken in den Fokus und bekennen Farbe. Rote und blaue Lederbänder geben vor allem im Sommer den Ton an und konkurrieren mit den allseits beliebten Milanaisebändern. Bunte Silikon- und Kautschukbänder setzen freche Highlights, zarte Pastellfarben stehen für feminines Understatement, Uhrenbänder mit glitzernden Applikationen sorgen für einen glamourösen Auftritt. Zusätzlich zur Uhr werden darauf abgestimmte Schmuckarmbänder am gleichen Handgelenk getragen. Manche Hersteller bieten bereits passende Kombinationen an, doch im Mix and Match ist alles erlaubt, solange das Gesamtbild stimmt.

SMARTWATCHES

10. Smarte Vielfalt: Smartwatches für sie und ihn

Smartwatches sind inzwischen fester Bestandteil im Uhrenportfolio und erfahren eine immer höhere Akzeptanz. Das Angebot wächst und die Markenvielfalt nimmt zu. Neben sportiven Modellen gibt es eine breite Palette an Designs, die sich – vor allem in Verbindung mit einem passenden Watchface – von klassischen Uhren kaum noch unterscheiden. Feminine Smartwatches machen das Thema auch für Damen interessant, die keinen offensichtlichen Fitnesstracker am Handgelenk tragen möchten, sondern Wert auf eine elegante oder modische Erscheinung legen. Das Akkuproblem wird durch Hybriduhren gelöst: Hier verbindet sich digitale Technik mit einem klassisch analogen Zifferblatt. Die smarten Funktionen werden in der Regel in einem kleinen bzw. weiteren Display angezeigt.

Download: Trendbericht Uhren 2019 (pdf)