Trendberichte

BV Schmuck und Uhren Trendberichte

Trendberichte Schmuck und Uhren für das Jahr 2020

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Die Schmucktrends im Jahr 2020

Groß, größer, Mega Size – 2020 darf es an Ohr, Arm und Dekolleté wieder kräftig schimmern und glänzen, nur an den Fingern teilen sich weiterhin filigrane Ringe – dafür zu mehreren – den Platz. Die Lust am Schmücken drückt sich durch Statementschmuck aus, der sich klar und pur oder in Ethno- und Tribalart zeigt. Wo es kleiner wird, nehmen Üppigkeit und Anzahl der Stücke zu. Jeder Trend fordert bekanntlich einen Gegentrend und so stehen sich in diesem Jahr ruhiger, purer Schmuck, exotischer Stammes-schmuck und dekorative Antik- und Vintagedesigns gegenüber. Vor allem im Modeschmuck und beim Einsatz unedler, natürlicher Materialien wird hinsichtlich der Größe aus dem Vollen geschöpft. Die Freude am Schmuck gipfelt in extravaganten Körperschmuckstücken, die insbesondere über dem Oberkörper getragen werden. Auch die Füße rücken wieder stärker in den Vordergrund und werden durch Fußkettchen, Broschen an Socken oder Schuhen und durch Schuhe mit eingearbeiteten Ketten und Schmuckelementen in Szene gesetzt.

1. Strukturen und Handmade-Looks

Zarte Strukturen, gehämmerte Oberflächen und unregelmäßige Formen in Handmade-Optik rücken das traditionelle Goldschmiedehandwerk in den Vordergrund. Der Wunsch nach etwas Echtem, Handgemachtem – oder zumindest der Illusion davon – spiegelt sich in den Formen und Oberflächen, bevorzugt aus mattiertem Gold, wider. Das Herausstellen nachhaltiger Produktion und die Verwendung ökologischer und fairer Materialien adeln den Handmade-Charakter und verleihen den Stücken eine individuelle und persönliche Note.

2. Back to nature

Zurück zur Natur, das heißt nicht nur das Aufgreifen von Motiven aus der Tier- und vor allem Pflanzenwelt, sondern auch die Verwendung von Naturmaterialien wie Holz, Muscheln, Bast, Schildpatt und Perlmutt. Groß angesagt sind ethnisch inspirierte Stücke, die an Schmuck von alteingesessenen Stammesvölkern erinnern. Neben dem vor allem im Modeschmuck zu findenden Tribalschmuck haben sowohl im Mode- als auch Echtschmuckbereich weiterhin Strandgutobjekte wie Muscheln die Nase vorn. Weitere beliebte Motive sind Blätter, Gräser und alles, was von Sand, Strand und Meer inspiriert ist.

3. Perlen und Glitzer

Der Perlentrend setzt seinen Erfolgszug auch in diesem Jahr fort. Moderne Designs, eigenwillige Barockformen und coole Kombinationen machen das Thema für alle Altersgruppen interessant. Süßwasserzuchtperlen erfüllen den Anspruch an Vielfalt und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis, doch auch hochwertige Salzwasserperlen gewinnen durch klassisch-moderne Designs an Attraktivität. Kombinationen mit Glitzer sind im Kommen, sei es durch Diamanten, Zirkonia oder Kristalle. Funkeln darf es auch in perlenlosen Stücken, vor allem in Modeschmuck im Antik- oder Vintagelook. Während sich die Perlendesigns erneuern und auffrischen, werden im Fashionbereich historische Vorbilder und Interpretationen bevorzugt.

4. Es bleibt rund

Ob Creolen, Halsreifen oder Kettenanhänger – die Formensprache ist rund! Choker bleiben, werden aber nach und nach von dicken Halsreifen ersetzt. Der im vergangenen Jahr begonnene Wechsel von ring- zu kugelförmigen Designs bei Kettenanhängern setzt sich fort. Dabei dürfen die Kugeln durchaus große Dimensionen annehmen. Auch Creolen zeigen sich massiver und kräftiger, wobei extragroße Durchmesser und kleine Mini-Hoops parallel existieren. Erstere werden einzeln oder paarweise als Statement getragen, letztere sind vor allem Bestandteil des Curated Ear Trends.

5. Blick aufs Ohr

Überdimensionales Statementpiece oder üppige Dekorationskunst: Am Ohr darf es blitzen und glänzen. Wer up-to-date sein will, setzt auf Sichtbarkeit. Diese wird entweder durch außergewöhnliche Einzelstücke erreicht oder durch Masse. Paare bestehen den Trendtest nur, wenn sie lang, kunstvoll, skulptural oder XXL-Creolen sind. Für dezenteren Ohrschmuck gilt: nur an einem Ohr tragen, zwei unterschiedliche Stücke mi-schen oder im Curated Ear Mix verwenden. Unter diesem Begriff versteht man die Einbeziehung des gesamten Ohrs durch Stecker, Ohrhänger, Piercings und Ear Cuffs. Für alle Kombinationen gilt jedoch, möglichst in einer Farbe oder harmonierenden Farbfamilie zu bleiben.

6. Starke Ketten

Gliederketten und -armbänder gehören zu den Top-Schmucktrends 2020. Ob massiv und schwer, luftig und leicht, kurz oder lang, schmal oder breit, klassisch oder modern, silbern oder golden – die breite Vielfalt sorgt für Abwechslung und genügt den verschiedensten Ansprüchen und Geschmäckern. Starke Ketten mit glänzenden Oberflächen wirken selbstbewusst zu Businessoutfits, schlanke und filigrane Varianten unter-streichen die Leichtigkeit zarter Sommerkleider. Mutige kombinieren verschiedene Gliederketten miteinander, für ein ausdrucksstarkes Statement empfiehlt sich jedoch der Abschied vom Layering.

7. Zart umschlungen

Das Gegenteil und der Gegentrend zu Chokern, starken Halsreifen und massiven Gliederketten sind lange, dünne Y-Ketten und „Schals“, die locker um den Hals geschlungen oder verknotet werden. Die zarten Designs wirken lässig und elegant zugleich und nehmen selbst konservativen Outfits die Strenge. Funkelnde Steine und einzelne Perlen rücken als dekorative Anhänger oder Kettenenden in den Mittelpunkt.

8. Blickfang Handgelenk

Damenuhren und Armschmuck tauschen den Rang. Während sich erstere zum Teil so weit verkleinern, dass sie von weitem wie schmale Armbänder aussehen, werden aus zarten Armkettchen massive Gliederketten, aus schlanken Reifen breite Manschettenarmbänder. Glänzendes Holz schmückt sich mit dekorativen Steinen, breite Metallspangen schimmern im charismatischen Vintagelook. Die Trendstücke sind vor allem im Modeschmuck zu finden und werden entsprechend aus unedlen und Naturmaterialien gefertigt.

9. Heavy Metal

Gelbgoldlooks stehen in der Gunst der Schmuckträgerinnen weiterhin oben. Dabei genügen – nicht zuletzt wegen des hohen Goldpreises – auch goldplattiertes Silber oder andere vergoldete Metalle. Doch auch das pure Silber ist wieder stärker vertreten, vor allem in Kombination mit funkelnden Steinen. Im Echtschmuck ist aufgrund des Dauerhochs aller Edelmetallpreise eine gesteigerte Nachfrage nach Platin zu erwarten, schließlich erscheint das Schwermetall im Gegensatz zu Gold oder gar Palladium geradezu als Schnäppchen. Dies und die langlebigen und hervorragenden Eigenschaften machen es zum idealen Trauringpartner. Selbst Paare, die aus persönlicher Vorliebe bei der Wahl der Eheringe lieber auf Gelb- oder Roségold zurückgreifen, dürften sich beim Thema Antragsring von Platin – in Kombination mit Diamanten oder blauen Edelsteinen – verleiten lassen.

10. Kühles Blau neben Feuerfarben

Die Lieblingsfarbe Blau darf sich in der Ausprägung „Classic Blue“ dank des US-Farbinstituts Pantone 2020 als Trendfarbe feiern. Das ruhige und unaufgeregte Tinten-blau passt zum Meeresthema, harmoniert perfekt zu weißen Metallen und fügt sich gekonnt in antike Modeschmuckdesigns ein. Als Farbe der Treue gewinnt Blau bei Antragsringen schon länger an Beliebtheit und erhält so noch einen zusätzlichen Trendfaktor. Den Gegenpol zur kühlen Wasserfarbe bilden feurige Farben wie Rot, Orange und Safrangelb. Sie stehen modisch hoch im Kurs und bestimmen die Frühjahr-Sommer-Saison.

Download: BVSU Schmucktrends 2020 (pdf)

Die Uhrentrends im Jahr 2020

Gentleman, Abenteurer oder Sportler? Die neuen Uhren stellen Männern die Frage: Wer will ich heute sein – und bieten in großer Vielfalt ausdrucksstarke Designs für die verschiedensten Typen. Mal schlicht, flach und elegant, mal im historisch angehauchten Retrocharme oder mit sportlichen Attributen versehen, überzeugen sie durch Individualität und traditionelle Bezüge. Trendige Zeitmesser spielen mit Farben und Materialien, mechanische Uhren erlauben gern einmal einen Blick ins Herz. Bei den Damenuhren stehen sich minimalistische und glamouröse Designs gegenüber. Eleganz ist ein Muss, Retrodesigns treten stärker in den Vordergrund.

HERRENUHREN

1. Schlichte Eleganz

Dress-Watches bleiben und sichern sich vor allem im Businessstyle einen festen Platz am Handgelenk. Ihre Vorzüge entfalten sie insbesondere bei Sakkos und Hemden: Sie sind flach und rutschen damit gekonnt unter lange Ärmel. Sie haben kleine bis moderate Durchmesser, wobei 40-Millimeter-Größen besonders beliebt sind. Sie zeichnen sich durch klare Linien und ein aufgeräumtes, schlichtes Zifferblatt aus. Mechanische Uhren vermitteln Beständigkeit und verzichten in der Regel auf Zusatzfunktionen, da das flache Gehäuse kaum Platz für Features lässt. Der Eleganz und klassischen Ausstrahlung steht dieser Minimalismus gut. Akzente werden durch kleine Details wie Zeigerform und -farbe, Art der Indexe und eine dezente Zifferblattgestaltung gesetzt. Ein edles Lederband unterstreicht den Look.

2. Retro trifft Heritage

Sowohl mit der Neuauflage von Klassikern – dem Heritagetrend – als auch mit Uhren im Look vergangener Zeiten – dem Retrodesign – bedienen Uhrenmarken die Sehnsucht nach bleibenden Werten. Während Heritage- Modelle oft gediegen und traditionsbewusst erscheinen, verströmen viele Retrouhren einen Hauch Abenteuer, zum Teil gepaart mit Steampunkelementen (zum Beispiel große Schrauben). Material der Wahl für einen gelungenen Retrolook ist Bronze, kombiniert mit Zifferblättern in oliv, braun oder creme. Lederarmbänder in mattem Rauleder oder Textilbänder im Usedlook betonen den markanten maskulinen Auftritt. Vermischen sich die Trends, ergeben sich span-nende Kombinationen mit Herrenclubcharme.
Die Rückbesinnung auf frühere Designs und Designelemente findet sich auch im Sport-bereich. Taucheruhren und Uhrenmodelle aus dem Rennsport erscheinen im Outfit der 1970er und 80er Jahre. Chronographen in eckigen und Kissenformen erinnern an glamouröse Momente auf der Piste.

3. Bronze und Bicolor

Uhren aus Bronze sind etabliert, aber noch immer ein außergewöhnlicher Eyecatcher. Um Hautreaktionen zu vermeiden und um spannende Optiken zu schaffen, wird das Material mit der lebendigen Patina immer mehr mit allergie- und reaktionsfreien Materialien wie Edelstahl kombiniert. Das Zweitmetall versteckt sich nicht mehr nur auf der Uhrenrückseite, sondern wird als Akzent und zweite Farbe sichtbar gemacht. Auch im klassischen Farbmix von Gelb- und Roségold mit Stahl findet der Bicolorlook verstärkt Eingang in die Kollektionen. Karbon ist weiterhin ein Thema und wird zum Teil sogar farbig, innovative und außergewöhnliche Materialien wie Tantal und Meteoritgestein setzen Highlights. Spitzenreiter bleibt Edelstahl, doch auch Gold kann seinen Platz behaupten.

4. Mit Ecken und Kanten

Dem Retrotrend geschuldet, aber nicht zwangsweise mit ihm verbunden, ist das vermehrte Auftreten kissenförmiger Gehäuse. Die vergrößerte Auflagenfläche sorgt für einen angenehmen Tragekomfort und verändert den Look der weiterhin runden Zifferblattform. Eine Steigerung sind rechteckige bzw. quadratische Gehäuse, die derzeit aber noch im Hintergrund rangieren. Bei den runden Gehäusen, die das Angebot weiterhin bestimmen, gewinnen kleinere Durchmesser von 40 Millimetern an Beliebtheit. Diese Größe ist nicht nur bei den eleganten Dress-Watches präsent, sondern findet sich auch bei den Heritage- und Retrouhren, da deren historische Vorbilder in der Regel kleiner Abmaße haben.

5. Farbvielfalt auf dem Zifferblatt

Die Vorherrschaft neutraler Farben wie Schwarz, Weiß, Silber und verstärkt auch Grau bleibt ungebrochen, doch farbige Zifferblätter erfreuen sich wachsender Beliebtheit und haben ihren festen Platz in den Kollektionen. Sie verleihen der Uhr einen modischen Touch und inspirieren zu Neukäufen passend zum Outfit. Blau bleibt stark und hat das Potential zum neuen Klassiker. Die Pantone-Trendfarbe „Classic Blue“ befeuert dabei den seit einigen Jahren zunehmenden Trend. Grün wächst und entwickelt sich hin zu
gedeckten Military-Grüntönen wie Oliv und Khaki. Diese Nuancen sind – ebenso wie Braun und Creme – vor allem, aber nicht nur, bei Uhren im Retrodesign zu finden. Eleganter Eyecatcher sind lachsfarbene Zifferblätter, die durch Farbe, aber auch bestimmte Roségoldlegierungen hervorgerufen werden.

6. Leuchtende Farbverläufe

Als würden sie von innen leuchten – Zifferblätter mit Farbverlauf faszinieren durch eine besondere Leuchtkraft, die durch den Effekt des dunkler werdenden Farbspektrums von innen nach außen hervorgerufen wird. Dieser oft nahtlose und für den Betrachter nicht immer gleich offensichtliche Farbtrick wird je nach Hersteller als Gradient Dial, Smoke oder Fumé bezeichnet. Trendtipp: Wer in dieser Saison in eine Uhr mit blauem Zifferblatt investiert, sollte zu einem Modell mit Farbverlauf greifen. Dieses verleiht dem inzwischen etablierten Klassiker einen neuen Twist.

7. Ton in Ton

Armband, Zifferblatt und oft noch Lünette oder Gehäuse in einer einheitlichen Farbe – der Ton-in-Ton-Trend ist bei schwarzen Uhren weiterhin stark präsent, findet sich aber auch verstärkt bei blauen Modellen wieder. Während All-black durch die Einbeziehung von Zeigern und Indexen der Coolness wegen schnell in einem echten Komplettlook gipfelt und damit auf Kosten der Ablesbarkeit geht, gibt sich All-blue kompromissberei-ter und lässt silberne oder weiße Akzente zu. Die Wirkungen sind verschieden: Blau geht eher mit einem sportlichen Erscheinungsbild einher, Schwarz ist bevorzugtes Designstatement und folgt damit der Mode, in der ein Outfit ganz in Schwarz für Extravaganz und Eleganz steht.

8. Sportlichkeit trifft Eleganz

Wer auf einen sportlichen Look setzt, aber keine Sportuhr tragen möchte, setzt auf Chronographen aus Edelstahl. Topaktuell sind Modelle mit integriertem Armband (ohne sichtbare Anstöße), die die Uhr aus einem Guss erscheinen lassen und ihr eine elegante Note verleihen. Natoarmbänder bleiben und wirken lässig und unkompliziert. Wechselarmbänder verwandeln Uhren in Tag- und Nachtlieblinge und machen den Wechsel vom Business- zum Casualstyle leicht. Für Eleganz und Leichtigkeit sorgen Mesharmbänder, die nach wie vor gefragt sind.

9. Innere Werte

Die Zurückhaltung, die mechanische Dress-Watches in Sachen Funktion zugunsten des flachen Gehäuses auferlegt bekommen, wird an anderer Stelle ausgelebt. Skelettierte Uhren mit Kompletteinsichten und solche, die nur den Tourbillon offenlegen, lassen die Herzen von Technikliebhabern höherschlagen. Die Begeisterung für das filigrane und diffizile Uhrmacherhandwerk darf in kunstvoll gestalteten Modellen gezeigt und entfaltet werden. Von elegant bis sportlich markant – Uhren mit Einblick sind in nahezu allen Kategorien zu finden.

10. Grün – nicht nur als Farbe

Nachhaltigkeit wird auch bei den Uhren stärker in den Fokus gerückt. Sei es der Einsatz recycelter Materialien, die Verwendung naturgegerbten Leders oder alternativer, nicht-tierischer Stoffe oder die Unterstützung von Organisationen, die sich dem Wohl der Umwelt widmen – was für Mode schon längst ein Dauerthema und im Schmuck verstärkt wahrgenommen wird, kommt nun auch vermehrt bei den Uhren zum Tragen. Die Marken zeigen, dass sie ihrer Verantwortung nachkommen und kommunizieren dies.

DAMENUHREN

1. Minimalistisch oder glamourös

Zwei gegensätzliche Trends bestimmen die Welt der Damenuhren und haben als gemeinsamen Nenner die Eleganz. Zum einen bestimmen klassische und puristische Designs das Bild. Aufgeräumte, cleane Zifferblätter und eine zeitlose Gestaltung wirken stilvoll und passen sowohl ins Büro als auch zum legeren Freizeitoutfit. Wer es prätentiöser mag, wählt stattdessen glamouröse Modelle mit Steinbesatz und schimmerndem Perlmuttzifferblatt. Während die Puristen sowohl in kleineren als auch größeren Durchmessern präsent sind, halten sich die Glamourmodelle eher zurück und unter-streichen ihre feminine Eleganz durch kleinere Maße.

2. Retrochic mal sportlich, mal elegant

Er ist noch nicht so stark ausgeprägt wie bei den Herrenuhren, aber im Kommen: Der Retrolook macht auch vor der Damenwelt nicht Halt und zeigt sich in Form von Retro-Chronographen, die durch ihre sportliche Optik geschätzt werden. Dabei darf die Stoppuhrfunktion bei modischen Modellen auch gern aufgesetzt sein, wird sie doch kaum genutzt. Eine Rückbesinnung auf frühere Designs ist auch bei den eleganten Uh-ren zu erkennen. Diese werden kleiner, wobei sich Gehäusedurchmesser und Arm-bandbreite annähern, so dass – vor allem bei Metallbändern – der Eindruck eines Schmuckstücks entsteht.

3. Um die Ecke gedacht

Die vorherrschende Gehäuseform bleibt rund, doch die Konkurrenz von quadratischen und rechteckigen Gehäusen wächst. Vor allem der feminine Retrochic wird von kantigen Formen geprägt und äußert sich in klassischen Modellen, in denen das Gehäuse mit dem Armband eine Linie bildet. Die Uhren sind oft schmal gehalten und wirken besonders elegant. Extravagant, aber weniger verbreitet, sind diamantförmige Uhrengehäuse.

4. Bronze ergänzt das Farbspektrum

Gold als Gehäusefarbe bleibt und wird mit farbigen Elementen kombiniert. Neben bunten Steinen akzentuieren farbige Zifferblätter und Zeiger die Rosé- und Gelbgoldmodelle und verleihen ihnen ein modisches Update. Bicolor ist weiterhin stark gefragt, wo-bei nicht nur Stahl mit Gelb- oder Rosé-, sondern auch Rosé- und Gelbgold miteinander kombiniert werden. Bronze gewinnt als weitere Farbe an Bedeutung, Keramikuhren werden als moderne und sportlich-elegante Begleiter geschätzt.

5. Edelstahl allover

Die klassische Damenuhr abseits des Goldes hat nicht nur ein Edelstahlgehäuse, sondern auch ein Edelstahlband. Mit einem Perlmuttzifferblatt ausgestattet, ist sie der Allrounder für alle Gelegenheiten. Ideal sind Modelle mit Wechselarmbändern, da sie ganz leicht ein Trendupdate erhalten. Lederbänder in bunten Farben können sich so ihren Platz zurück erobern, ohne das beliebte Stahlband zu verdrängen.

SMARTWATCHES

Wearables haben sich fest etabliert und werden nicht nur wegen ihrer Fitness- sondern auch Gesundheitsfunktionen genutzt. Während sie in diesen Bereichen mit Multifunktionsuhren konkurrieren, können sie sich durch Bezahloptionen und der Anzeige von Benachrichtigungen vom klassischen Uhrensegment absetzen. Als reine Funktionsträger und mit einem nur geringen optischen Spielraum nehmen sie einen anderen Platz ein als mechanische oder Quarzuhren, die als Stilaccessoire getragen werden oder mit emotionaler Bedeutung aufgeladen sind. Hybriduhren, die die Smartwatchtechnik mit einem analogen Zifferblatt verbinden, bieten ein etwas breiteres, an das klassische Uhrendesign angelehnte Designspektrum, unterliegen aber weiterhin den technischen Anforderungen und können Trendaspekte wie kleine, flache Gehäuse nicht erfüllen. Somit behält jede Uhrengattung ihre eigenen Stärken und kann unabhängig voneinander und nebeneinander existieren.

Download: BVSU Uhrentrends 2020 (pdf)